Interview Klaus Hoffmann

„Wir müssen strukturschwache Kommunen unterstützen“
Foto: Freie Wähler
Klaus Hoffmann, 58, aus Wallerfangen tritt für die Freien Wähler als Direktkandidat an.

Für die Freien Wähler geht Sportmanager Klaus Hoffmann, 58, aus Wallerfangen bei der Bundestagswahl als Direktkandidat ins Rennen.

Herr Hoffmann, stellen Sie sich bitte kurz vor.

KLAUS HOFFMANN Ich bin 58 Jahre alt und seit 30 Jahren selbstständig als TV-Producer und Sportmanager tätig. Seit einigen Jahren bin ich politisch unterwegs, auch als Mitglied im Gemeinderat Wallerfangen.

Welche Themen sind Ihnen wichtig?

HOFFMANN Wir müssen strukturschwache Kommunen unterstützen, uns in der Innen- und Außenpolitik deutlich verbessern, einen vernünftigen Energiewandel herbeiführen. Dafür sorgen, dass wir keinen Rassismus in Deutschland erleben. Wir müssen das jüdische Leben fördern und sexuellen Minderheiten mit Akzeptanz begegnen. Die Inklusion leben, den Bürger in die Mitte stellen.

Was sind die Themen der Zukunft?

HOFFMANN Dass die Kommunen gestärkt werden. Politik muss von unten nach oben gemacht werden und nicht wie die etablierten Parteien dies machen von oben nach unten.

Was sagen Sie zum Klimawandel?

HOFFMANN Natürlich müssen wir Klimaschutz machen, ohne Wenn und Aber. Erneuerbare Energien sind wichtig. Um die zwingend notwendigen Klimaziele zu erreichen, brauchen wir eine tragfähige Energiewende ohne Verbote. Dies gelingt meiner Meinung nach nur mit der Wasserstofftechnologie. Bei der Umstellung des Verkehrs auf CO₂ Neutralität ausschließlich auf Batterie elektrischen Antrieb zu setzen, erachte ich als schwerwiegenden Fehler.

In Ihrem Wahlprogramm steht, dass Ihre Partei die Ängste der Menschen kennt. Welche sind das?

HOFFMANN Die Sorgen um die Innere Sicherheit und die wirtschaftliche Zukunftsangst. Wir haben einen demografischen Wandel, brauchen für die Zukunft Zuwanderung. Es muss uns gelingen, die Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen, die zu uns kommen, in unsere Gesellschaft so zu integrieren, dass die Art, wie wir leben, unverändert bleibt. Schwer oder mehrfach straffällige Ausländer müssen ausgewiesen werden.

Sie haben kritisiert, dass die regierenden Parteien keine bürgernahe Politik ausüben. Wie sieht diese für Sie aus?

HOFFMANN Indem ich mich als Bürger mitgenommenfühle und nicht indoktriniert werde.

Sie haben mehr verbindliche Mitbestimmungsmöglichkeiten auf Bundesebene gewünscht. Wie soll das aussehen?

HOFFMANN Natürlich müssen so viele Entscheidungen wie möglich im Parlament getroffen werden. Aber es sollte die Möglichkeit von Volksentscheidungen geben, die über das Parlament als demokratische Repräsentanz laufen. Wenn es Themen sind, für die unter Umständen ein Volksentscheid für den Bürger enorm wichtig ist, muss man ihre Interessen berücksichtigen und Möglichkeiten zur Mitbestimmung geben.

Die Fragen stellte
Tina Leistenschneider
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